PV-Direktinvestment · Ratgeber 2026

Photovoltaik-Direktinvestment: Vorteile, Renditen, Erträge & Steuervorteile (IAB) 2026

Sachwert mit gesetzlich gesicherter EEG-Vergütung über 20 Jahre, kalkulierbaren Erträgen von 6–8 % p.a. und einem Steuerhebel aus IAB, Sonder-AfA und degressiver AfA — so funktioniert ein Photovoltaik-Direktinvestment.

Auf den Punkt

Definition: Ein Photovoltaik-Direktinvestment ist der direkte Kauf einer eigenen gewerblichen PV-Anlage als Sachwert — mit Volleigentum, planbaren EEG-Erträgen über 20 Jahre und vollem Zugriff auf die Steuervorteile aus Investitionsabzugsbetrag (IAB, bis 50 %) und Sonder-AfA (bis 40 %). Dieser Ratgeber der SunShine Sales GmbH erklärt Vorteile, Renditen, Erträge und die steuerliche Wirkung Schritt für Schritt.

Photovoltaik-Direktinvestment ist 2026 eine der attraktivsten Anlageformen für renditeorientierte Investoren. Sie erwerben gewerbliche PV-Anlagen auf deutschen Dächern als Sachwert — mit gesetzlich gesicherter Einspeisevergütung nach EEG, planbaren Erträgen von 6–8 % p.a. und kombinierten Steuervorteilen aus Investitionsabzugsbetrag (IAB), Sonder-AfA und degressiver AfA. Dieser Ratgeber erklärt Mechanik, Renditen, steuerliche Hebel und die typische Sicherheitsstruktur — ehrlich, mit Quellen und ohne übertriebene Versprechen.

Fachautor: Markus Schebitz, Geschäftsführer SunShine Sales GmbH — über 23 Jahre Erfahrung im gewerblichen Photovoltaik-Investment, 190+ realisierte Anlagen, 650+ Investoren.

190+

realisierte PV-Anlagen

6–8 %

Rendite p.a.

20 J.

EEG-Vergütung gesichert

Key Takeaways

  • Sachwert statt Fondsanteil: Sie sind Eigentümer der Anlage, nicht Anteilseigner eines Vehikels.
  • Doppelter Steuerhebel: IAB (bis 50 %), Sonder-AfA (bis 40 %) und degressive AfA (rund 15 % p.a.) reduzieren die Steuerlast in den ersten Jahren um einen Großteil der Investitionssumme.
  • EEG-Garantie 20 Jahre: Feste Einspeisevergütung über zwei Jahrzehnte — unabhängig von Strommarkt und Konjunktur.
  • Nachsteuer-Rendite 9–13 % p.a. bei richtiger steuerlicher Gestaltung — deutlich über klassischen Anlageformen.

Was ist ein Photovoltaik-Direktinvestment?

Ein Photovoltaik-Direktinvestment bezeichnet den direkten Erwerb einer schlüsselfertigen Photovoltaikanlage durch einen Investor — meist auf einem gepachteten Gewerbedach oder einer Freifläche. Im Gegensatz zu Solarfonds oder Genussrechten erhalten Sie das Eigentum an der Anlage, das Recht auf die EEG-Vergütung und volle Kontrolle über alle Erträge. Die Anlage läuft typischerweise über 20–25 Jahre, technisch und steuerlich begleitet durch einen Betriebsführer. Der entscheidende Unterschied: Beim Direktinvestment steht die Anlage als bilanzierungsfähiges Wirtschaftsgut in Ihrem Eigentum — genau das ist die Voraussetzung dafür, dass Sie die steuerlichen Hebel überhaupt nutzen können.

Gewerbliche Photovoltaik-Direktinvestment-Anlage auf einem Industriedach in Deutschland
Typische Gewerbedach-Anlage im SunShine-Portfolio — Sachwert mit gesetzlich gesicherter Einspeisevergütung.

Die zentralen Vorteile im Überblick

Warum entscheiden sich vermögende Privatpersonen, Unternehmer und Family Offices zunehmend für das Direktinvestment statt für einen Fonds? Die wichtigsten Vorteile auf einen Blick:

  • Volleigentum & Sachwert: Die Anlage gehört Ihnen — ein realer, inflationsrobuster Vermögenswert statt eines Papier-Anteils.
  • Maximale Steuerwirksamkeit: Nur als Eigentümer nutzen Sie IAB, Sonder-AfA und degressive AfA voll — bei Fonds sind diese Hebel ausgeschlossen oder stark eingeschränkt.
  • Planbare, gesetzlich gesicherte Erlöse: Die EEG-Vergütung ist über 20 Jahre fix — Ihr Cashflow ist nahezu unabhängig vom Strommarkt.
  • Volle Transparenz: Sie sehen jede einzelne Kilowattstunde im Online-Monitoring — keine intransparenten Fonds-Reportings.
  • Werthaltigkeit nach EEG-Ende: Nach 20 Jahren läuft die Anlage technisch weiter — Weiterbetrieb über Direktvermarktung oder Verkauf als Bestandsobjekt bringen Zusatzerlöse.

Wie hoch sind die Erträge einer PV-Anlage?

Der spezifische Jahresertrag wird in kWh pro installiertem kWp gemessen und liegt in Deutschland typischerweise zwischen 950 und 1.130 kWh/kWp. Standort, Modulneigung, Verschattung und Wechselrichter-Güte bestimmen die tatsächliche Performance. Die regelmäßige Ertragsüberwachung dient sowohl der Renditeprognose als auch der frühzeitigen Erkennung technischer Störungen. Als grobe Faustregel gilt: Jedes installierte Kilowatt-Peak erzeugt in Deutschland rund eine Megawattstunde Strom pro Jahr — im sonnenreichen Süden etwas mehr, an der Küste etwas weniger.

Spezifischer Jahresertrag nach Bundesland

Bundesland Spez. Jahresertrag
Baden-Württemberg 1.123 kWh/kWp
Bayern 1.123 kWh/kWp
Rheinland-Pfalz 1.100 kWh/kWp
Saarland 1.089 kWh/kWp
Hessen 1.079 kWh/kWp
Sachsen-Anhalt 1.074 kWh/kWp
Sachsen 1.067 kWh/kWp
Berlin 1.055 kWh/kWp
Brandenburg 1.052 kWh/kWp
Thüringen 1.041 kWh/kWp
Nordrhein-Westfalen 1.035 kWh/kWp
Mecklenburg-Vorpommern 1.022 kWh/kWp
Niedersachsen 1.017 kWh/kWp
Bremen 991 kWh/kWp
Hamburg 985 kWh/kWp
Schleswig-Holstein 983 kWh/kWp

Quelle: Durchschnittliche spezifische Jahreserträge auf optimal ausgerichteten Dachflächen (30° Süd). Reale Werte variieren je nach Anlagenkonfiguration.

Steuerliche Vorteile: IAB, Sonder-AfA & degressive AfA

Der wahre Renditehebel des Photovoltaik-Direktinvestments liegt in der steuerlichen Gestaltung. Durch das Zusammenspiel von Investitionsabzugsbetrag (IAB) nach § 7g Abs. 1 EStG, Sonderabschreibung nach § 7g Abs. 5 EStG und degressiver Abschreibung (Investitionsbooster) lässt sich ein Großteil der Investitionssumme bereits in den ersten Jahren steuerlich geltend machen. Wichtig: Diese Hebel greifen erst bei steuerpflichtigen Anlagen ab 30 kWp — Anlagen darunter sind seit 2022 einkommensteuerfrei und vom Steuerhebel ausgeschlossen.

Weitlaeufige gewerbliche Aufdach-Photovoltaikanlage auf Logistikdach in Deutschland im Abendlicht - PV-Direktinvestment Vorteile, Ertraege und Steuervorteile
Große Gewerbedach-Anlage auf einem Logistikzentrum — genau die Anlagenklasse, in der IAB, Sonder-AfA und degressive AfA ihre volle Wirkung entfalten.

1

Investitionsabzugsbetrag (IAB)

Bis zu 50 % der voraussichtlichen Anschaffungskosten bereits bis zu drei Jahre vor der Investition gewinnmindernd absetzbar. Höchstbetrag: 200.000 € pro Betrieb, Gewinngrenze 200.000 € (§ 7g Abs. 1 EStG).

2

Sonder-AfA § 7g Abs. 5 EStG

Zusätzliche bis zu 40 % Sonderabschreibung (seit 2024 von 20 % auf 40 % erhöht), frei verteilbar auf das Anschaffungsjahr und die vier Folgejahre — kombinierbar mit dem IAB.

3

Degressive AfA (Investitionsbooster)

Für bewegliche Wirtschaftsgüter, die zwischen Juli 2025 und Ende 2027 angeschafft werden, bis zu 30 % p.a. degressive Abschreibung — danach lineare AfA auf den Restwert über die Nutzungsdauer.

Beispielrechnung: 180.000 € Investition, 42 % Grenzsteuersatz

IAB-Bildung (50 % von 180.000 €) − 90.000 €
Sonder-AfA Jahr 1 (20 % von 90.000 € Restbuchwert) − 18.000 €
Degressive AfA Jahr 1 (auf verbleibenden Restwert) − 4.500 €
Gewinnminderung 1. Jahr × 42 % Grenzsteuersatz ≈ 46.410 € Steuerersparnis

Vereinfachte Beispielrechnung. Die Sonder-AfA von insgesamt bis zu 40 % ist frei auf 5 Jahre verteilbar; hier wird konservativ mit 20 % im ersten Jahr gerechnet. Ihre individuelle Steuersituation prüft Ihr Steuerberater — die SunShine Group arbeitet mit spezialisierten Kanzleien zusammen.

Steuerstundung, kein Steuergeschenk: IAB und Sonder-AfA verschieben Steuerlast in die Zukunft — sie schaffen Liquidität heute, müssen aber über die Laufzeit gegengerechnet werden. Der echte Vorteil liegt im Zins- und Liquiditätseffekt sowie in einem möglicherweise später niedrigeren Grenzsteuersatz (z. B. im Ruhestand).

EEG & garantierte Einspeisevergütung

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) garantiert dem Betreiber einer Photovoltaikanlage für 20 Jahre ab Inbetriebnahme einen festen Vergütungsanspruch pro eingespeister Kilowattstunde. Diese Vergütung ist unabhängig vom kurzfristigen Strommarktpreis und wird über den Netzbetreiber abgesichert. Für das Direktinvestment bedeutet das: planbare Einnahmen über zwei Jahrzehnte bei minimalem Marktrisiko. Bei größeren Anlagen ab 100 kWp erfolgt die Vergütung über die Direktvermarktung mit gleitender Marktprämie (anzulegender Wert minus Monatsmarktwert), ab 1 MWp über das Ausschreibungsverfahren der Bundesnetzagentur. Details und aktuelle Vergütungssätze veröffentlicht die Bundesnetzagentur. Mehr dazu im Ratgeber Direktvermarktung ab 100 kWp.

Wirtschaftlichkeit über 20 Jahre — Cashflow-Beispiel

Eine typische gewerbliche Aufdach-Anlage mit 200 kWp auf einem Logistikdach in Bayern liefert über die EEG-Laufzeit ein klar kalkulierbares Cashflow-Profil. Bei 1.123 kWh/kWp Jahresertrag und einer Einspeisevergütung von rund 6,9 ct/kWh ergeben sich Bruttoeinnahmen von etwa 15.500 €/Jahr. Nach Abzug von Pacht, Versicherung, Wartung und Monitoring (typischerweise 12–15 % der Erlöse) verbleibt ein operativer Überschuss von rund 13.000 €/Jahr. Bei einer Investition von 180.000 € entspricht das einer Vorsteuer-Rendite von rund 7,2 % p.a. — vor Steuerhebel.

Die Modul-Degradation liegt bei modernen Glas-Glas-Modulen bei unter 0,5 % p.a., d.h. nach 20 Jahren liefert die Anlage immer noch über 90 % der ursprünglichen Leistung. Wechselrichter werden typischerweise einmal in der Lebensdauer ausgetauscht (Position bereits in der Wirtschaftlichkeitsrechnung berücksichtigt). Nach Ablauf der 20-jährigen EEG-Förderung steht entweder die Weiterveräußerung der Anlage als Bestandsobjekt oder der Weiterbetrieb mit Direktvermarktung am Strommarkt zur Verfügung — beide Szenarien generieren zusätzliche Erlöse, die in der ursprünglichen Renditerechnung nicht enthalten sind.

Direktinvestment vs. Solarfonds — der Vergleich

Merkmal Direktinvestment Solarfonds
Eigentum Anlage gehört direkt dem Investor Fondsanteil, kein Sachwert
IAB nutzbar Ja, bis 50 % Nein
Sonder-AfA Ja, bis 40 % Nein
Transparenz Voller Einblick in Ertragsdaten Eingeschränkt, abhängig vom Fonds-Reporting
Laufende Kosten Betriebsführung & Versicherung (transparent) Fondsmanagement-Gebühren
Nachsteuer-Rendite 9–13 % p.a. typ. 3–5 % p.a.

PV-Direktinvestment im Anlageklassen-Vergleich

Wie schlägt sich das PV-Direktinvestment gegenüber anderen typischen Sachwert-Investments? Die folgende Übersicht ordnet die zentralen Kennzahlen ein:

Anlageklasse Typ. Rendite p.a. Steuerhebel Inflationsschutz
PV-Direktinvestment 9–13 % nach Steuer IAB + Sonder-AfA Teilweise (EEG fix)
Wohnimmobilie Vermietung 3–5 % brutto Lineare AfA 2–3 % Hoch (Indexierung)
Aktien-ETF (Welt) 6–8 % Erwartung Sparer-Pauschbetrag Hoch (real)
Bundesanleihen 10 J. 2–3 % nominal Keiner Niedrig
Solarfonds (geschlossen) 3–5 % nach Kosten Eingeschränkt Teilweise

Das PV-Direktinvestment positioniert sich damit als renditestärkste Sachwertanlage mit der höchsten Steuerwirksamkeit für gewerbliche Investoren mit hohem Grenzsteuersatz. Es ergänzt klassische Portfolios sinnvoll, ersetzt sie aber nicht: Aktien-ETFs bieten höhere Liquidität und realen Inflationsschutz, Immobilien wertbeständigere Substanz. Eine Beimischung von 10–30 % PV-Direktinvestments in einem vermögenden Portfolio gilt unter Steuerberatern und Family Offices als bewährte Allokation.

Sicherheit & Risiken — ehrliche Einordnung

Die zentrale Sicherheit liefert das EEG: feste Vergütung über 20 Jahre, gesetzlich garantiert. Hinzu kommen technische Sicherheitsschichten — 25 Jahre Modul-Leistungsgarantie der Tier-1-Hersteller, Allgefahrenversicherung mit Ertragsausfalldeckung, Wartungsvertrag mit jährlicher Inspektion und ein durchgängiges Online-Monitoring. Ein verantwortungsvoller Anbieter benennt jedoch auch die realen Risiken:

  • Gegenparteirisiko Netzbetreiber: Regulatorisch unkritisch — Auszahlungspflicht ist gesetzlich verankert, Netzbetreiber sind durchgängig bonitätsstark.
  • Gegenparteirisiko Dachverpächter: Wird durch 20- bis 25-jährige Pachtverträge mit Grundbuchsicherung (beschränkt persönliche Dienstbarkeit) abgesichert. Selbst bei Insolvenz oder Eigentümerwechsel des Gebäudes bleibt der Anlagenstandort gesichert.
  • Technisches Ausfallrisiko: Gedeckt durch Allgefahrenversicherung inkl. Hagel, Sturm, Diebstahl, Vandalismus und Ertragsausfall. Selbstbeteiligung liegt bei seriösen Versicherern bei 250–500 €.
  • Regulatorisches Restrisiko: Das EEG sichert die Vergütung für bestehende Anlagen über 20 Jahre. Rückwirkende Eingriffe in Bestandsanlagen sind verfassungsrechtlich hochproblematisch (Vertrauensschutz) und in der EEG-Historie nicht erfolgt.
  • Liquiditätsrisiko: PV-Direktinvestments sind Sachwerte mit eingeschränkter Fungibilität. Vor der Investition sollte geprüft werden, ob das gebundene Kapital über die Laufzeit nicht anderweitig benötigt wird. Ein Sekundärmarkt für gut dokumentierte Bestandsanlagen existiert — die SunShine Group vermittelt regelmäßig solche Transaktionen.

Auswahl-Kriterien: Woran erkennen Sie einen seriösen Anbieter?

Der Markt für PV-Direktinvestments ist heterogen — neben etablierten Anbietern mit jahrzehntelanger Bilanz finden sich auch Akteure mit ungesicherten Versprechungen. Vor einem Investment sollten Sie folgende sechs Kriterien prüfen:

  1. Track Record: Wie viele Anlagen wurden realisiert? Gibt es eine öffentliche Referenzliste mit konkreten Projekten, Leistungsdaten und Standorten? (SunShine: 190+ Anlagen, vollständig dokumentiert)
  2. Eigentumsstruktur: Erhalten Sie tatsächlich Volleigentum an der Anlage, oder nur eine atypisch stille Beteiligung an einer Betreiber-GmbH? Echtes Direktinvestment bedeutet Anlagenbuchwert in der eigenen Bilanz.
  3. Pachtvertrag & Grundbuchsicherung: Liegt ein notariell beurkundeter Pachtvertrag mit grundbuchlicher Sicherung (Dienstbarkeit) über die volle EEG-Laufzeit vor?
  4. Komponentenqualität: Welche Modul- und Wechselrichter-Hersteller werden verbaut? Tier-1-Listung (Bloomberg NEF) und 25-Jahre-Garantien sind Pflicht.
  5. Betriebsführung: Wer übernimmt das Asset-Management über 20 Jahre? Idealerweise ein Unternehmen mit eigener kaufmännischer und technischer Mannschaft, nicht ein outgesourcter Dritter ohne Bindung.
  6. Transparenz der Ertragsprognose: Wird mit P50- oder P90-Werten kalkuliert? Wird ein detailliertes Ertragsgutachten eines unabhängigen Gutachters (z.B. TÜV, Fraunhofer ISE) vorgelegt?

Der Weg zum Eigentum — in 5 Schritten

Schritt 1

Erstgespräch

Bedarfsanalyse: Investitionsvolumen, steuerliche Ausgangslage, Renditeerwartung.

Schritt 2

Objektauswahl

Konkrete Anlage aus dem Portfolio mit Ertragsgutachten, Pachtvertrag und Wirtschaftlichkeitsrechnung.

Schritt 3

Steuerliche Strukturierung

Abstimmung mit Ihrem Steuerberater: IAB-Bildung, Sonder-AfA, optimaler Investitionszeitpunkt.

Schritt 4

Kauf & Übergabe

Notarieller Kaufvertrag, schlüsselfertige Übergabe inkl. Inbetriebnahme und Netzanschluss.

Schritt 5

Laufender Betrieb

Online-Monitoring, jährliche Wartung, kaufmännische Betriebsführung — alles aus einer Hand.

Weiterführend: Solaranlage kaufen · Solarpark-Investment · Photovoltaik & Steuern · Aktuelle EEG-Sätze & Marktdaten

Fazit: Lohnt sich ein PV-Direktinvestment 2026?

Ja — sowohl finanziell als auch ökologisch. Die Kombination aus garantierter EEG-Vergütung, dreifachem Steuerhebel (IAB + Sonder-AfA + degressive AfA) und Sachwert-Charakter macht das Direktinvestment zu einer der wenigen Anlageklassen, die zweistellige Nachsteuer-Renditen bei kalkulierbarem Risiko realistisch abbildet. Voraussetzung ist eine sorgfältige Projektauswahl, saubere steuerliche Gestaltung und ein verlässlicher Betriebsführer über 20+ Jahre — genau das ist die Kernleistung der SunShine Group.

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Weiterführende Ratgeber

Häufige Fragen zum PV-Direktinvestment

Was ist der Investitionsabzugsbetrag (IAB) für Photovoltaik?+
Der IAB nach § 7g Abs. 1 EStG erlaubt es, bis zu 50 % der voraussichtlichen Anschaffungskosten einer PV-Anlage bereits bis zu drei Jahre vor der Investition gewinnmindernd geltend zu machen. Der betriebsbezogene Höchstbetrag liegt bei 200.000 €. Voraussetzung ist ein Gewinn von maximal 200.000 € im Jahr der IAB-Bildung sowie die tatsächliche Anschaffung des beweglichen Wirtschaftsguts innerhalb der folgenden drei Jahre. Wird die Investition nicht getätigt, ist der IAB rückwirkend aufzulösen.
Kann ich IAB und Sonder-AfA kombinieren?+
Ja, IAB und Sonder-AfA sind ausdrücklich kombinierbar — das ist der Kern des Steuerhebels. Der IAB mindert den Gewinn im Jahr der Bildung um bis zu 50 % der geplanten Kosten. Die Sonder-AfA nach § 7g Abs. 5 EStG von bis zu 40 % (seit 2024 von zuvor 20 % angehoben) wird anschließend auf den um den IAB geminderten Restbuchwert angesetzt und ist frei auf das Anschaffungsjahr und die vier Folgejahre verteilbar. Zusätzlich kann seit Juli 2025 die degressive AfA mit rund 15 % p.a. genutzt werden.
Wie wirkt sich der IAB konkret auf meine Steuerlast aus?+
Bei einem Investment von 180.000 € und 50 % IAB ergibt sich eine Gewinnminderung von 90.000 €. Bei einem Grenzsteuersatz von 42 % entspricht das einer Steuerersparnis von rund 37.800 € bereits im IAB-Jahr — zusätzlich zur Sonder-AfA und degressiven AfA in den Folgejahren. Wichtig zu verstehen: Es handelt sich um eine Steuerstundung. Der vorgezogene Abzug schafft Liquidität heute, muss aber über die Laufzeit gegengerechnet werden. Der echte Vorteil liegt im Zins- und Liquiditätseffekt sowie in einem oft niedrigeren späteren Grenzsteuersatz.
Welche Rendite ist bei einem PV-Direktinvestment realistisch?+
Die Vorsteuer-Rendite einer Gewerbedach-Anlage liegt typischerweise bei 6–8 % p.a. Durch IAB, Sonder-AfA und degressive AfA steigt die Nachsteuer-Rendite auf 9–13 % p.a. bei einem Grenzsteuersatz von 40–45 %. Entscheidend für die individuelle Rendite sind Standort und spezifischer Jahresertrag, die Höhe der Einspeisevergütung bzw. der Direktvermarktungserlöse, die laufenden Kosten für Pacht, Wartung und Versicherung sowie der persönliche Grenzsteuersatz. Eine seriöse Renditeprognose rechnet immer mit konservativen P90-Ertragswerten.
Wie sicher ist die EEG-Einspeisevergütung über 20 Jahre?+
Die EEG-Vergütung ist gesetzlich garantiert und wird über den Netzbetreiber abgesichert. Für Anlagen, die mit fester Förderung bzw. festem anzulegendem Wert in Betrieb gehen, gilt der Anspruch über volle 20 Jahre — unabhängig von Strommarktpreisen oder politischen Anpassungen für Neuanlagen. Rückwirkende Eingriffe in den Vergütungsanspruch bestehender Anlagen sind aufgrund des verfassungsrechtlichen Vertrauensschutzes hochproblematisch und in der Geschichte des EEG nicht erfolgt. Bei Anlagen ab 100 kWp läuft die Vergütung über die Direktvermarktung mit gleitender Marktprämie.
Wie unterscheidet sich ein Direktinvestment von einem Solarfonds?+
Beim Direktinvestment sind Sie Eigentümer der Anlage und können IAB, Sonder-AfA und degressive AfA voll nutzen — die Anlage steht als Wirtschaftsgut in Ihrer eigenen Bilanz. Beim Solarfonds halten Sie nur einen Anteil am Vehikel ohne diese Steuervorteile, dazu kommen Fondsmanagement-Gebühren und eine eingeschränkte Transparenz beim Reporting. Direktinvestments erreichen dadurch deutlich höhere Nachsteuer-Renditen (9–13 % statt typisch 3–5 %), erfordern aber eine aktivere Auswahlentscheidung und binden Kapital langfristig.
Ab welcher Anlagengröße lohnt sich der Steuerhebel?+
Der volle Steuerhebel aus IAB, Sonder-AfA und degressiver AfA greift erst bei steuerpflichtigen Anlagen ab 30 kWp. Anlagen bis 30 kWp sind seit dem Jahressteuergesetz 2022 einkommensteuerfrei — das ist für private Eigenheimbesitzer attraktiv, schließt aber die Abschreibungsmöglichkeiten aus. Für ein renditeorientiertes Direktinvestment mit Steuerhebel sind daher gewerbliche Größenordnungen ab etwa 100 kWp typisch, bei denen sich auch die Strukturierungs- und Betriebsführungskosten optimal verteilen. Die SunShine Group ist auf schlüsselfertige Anlagen ab 150 kWp spezialisiert.
Was passiert mit der Anlage nach Ablauf der 20-jährigen EEG-Förderung?+
Nach 20 Jahren läuft eine moderne PV-Anlage technisch weiter — bei Glas-Glas-Modulen mit unter 0,5 % Degradation p.a. liefert sie noch über 90 % der ursprünglichen Leistung. Es stehen dann zwei Wege offen: der Weiterbetrieb über die Direktvermarktung am Strommarkt (sonstige Direktvermarktung, ggf. mit PPA) oder die Veräußerung als Bestandsobjekt über den Sekundärmarkt. Beide Szenarien generieren Zusatzerlöse, die in der ursprünglichen Renditerechnung über die EEG-Laufzeit meist gar nicht enthalten sind — ein oft unterschätzter Werttreiber.

Über den Autor

Markus Schebitz ist Geschäftsführer der SunShine Sales GmbH (Donaustrasse 26, 90451 Nürnberg) und seit über 20 Jahren im gewerblichen Photovoltaik-Investment tätig. Die SunShine Group hat 190+ PV-Anlagen für 650+ Investoren realisiert. Forschung & Marktanalysen liefert die Schwester-Plattform SunShine Research. Pacht- und Reinigungsleistungen verantwortet die Energy Management GmbH.

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Was ist ein Photovoltaik-Direktinvest?
Photovoltaik-Direktinvest (auch Photovoltaik-Direktinvestment) bezeichnet den direkten Kauf einer eigenen PV-Anlage statt einer Fondsbeteiligung. Beim Direktinvest in Photovoltaik werden Sie Eigentümer der Anlage und nutzen IAB sowie Sonder-AfA voll.
Solar-Direktinvest oder Solar-Direktinvestment — gibt es einen Unterschied?
Nein, Solar-Direktinvest und Solar-Direktinvestment meinen dasselbe: das direkte Investment in eine reale Solaranlage. Beide Begriffe stehen für Eigentum statt Anteil — mit vollem Zugriff auf Erträge und Steuervorteile.
Welcher Anbieter für Photovoltaik-Direktinvestment?
Ein seriöser Direktinvestment-Anbieter prüft Standort, Technik (Tier-1), Wirtschaftlichkeit und Pachtvertrag transparent. Die SunShine Group ist als Anbieter für Photovoltaik-Direktinvestment auf schlüsselfertige Anlagen ab 150 kWp mit 40-Jahre-Pachtmodell spezialisiert.
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