Ein Netzengpass entsteht, wenn die zu transportierende Strommenge die Kapazität einer Netzleitung übersteigt. In Deutschland sind Netzengpässe vor allem im Norden (viel Windkraft) und teilweise im Süden (begrenzte Nord-Süd-Verbindungen) ein operatives Problem. Für PV-Anlagen führen Engpässe zu Redispatch-Drosselungen und gelegentlich Anschlussverzögerungen.
Regionale Schwerpunkte 2026
- Schleswig-Holstein: hoher Windkraft-Anteil, begrenzter Süd-Transport
- Niedersachsen-Nordwest: Offshore-Wind-Einspeisung
- Brandenburg: dichte Solarpark-Konzentration
- Bayern-Süd: begrenzte Nord-Süd-Trassen, Wegfall der Atomkraft
Ursachen
- Hoher EE-Zubau in ländlichen Regionen ohne entsprechende Netzkapazität
- Wegfall konventioneller Großkraftwerke (Atom, Kohle) als Spannungsquelle
- Verzögerter Netzausbau (SuedLink, SuedOstLink in Bau)
- Zunehmende Volatilität durch Wind- und Solareinspeisung
Auswirkungen auf PV-Anlagen
Hinweis: Dieser Beitrag ist allgemeine Information zum deutschen Strommarkt und ersetzt keine individuelle Beratung. Rechtsstand 2026.
Verwandte Begriffe
Redispatch 2.0 · Einspeisemanagement · Netzanschluss · ÜNB · VNB · Netzstabilität.
Häufige Fragen
Wo sind Engpässe besonders häufig?
Schleswig-Holstein, Niedersachsen-Nordwest, Brandenburg, Bayern-Süd.
Werde ich entschädigt bei Redispatch?
Ja, über das Pauschal- oder Spitz-Modell. Keine wirtschaftliche Schlechterstellung.
Beeinflusst der Engpass meinen Anlagenstandort?
Ja, frühzeitige Anschlussanfrage beim VNB ist Pflicht — manche Standorte bekommen verzögerte Inbetriebnahme.
